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Da gibt es ja diese Gegenüberstellungen wie, ein Münchner in Hamburg oder ein Bayer auf Rügen. Da passt es ein wenig wenn ich sage: Ein Eisenbahner über den Wolken. Es war für mich als technikbegeisterter Eisenbahnfan natürlich immer mal mein Wunsch, einen richtig großen Flieger selber zu fliegen. Das so was im Verkehrsalltag in der Luftfahrt nicht möglich ist, war mir vollkommen klar. Da kam wie aus heiterem Himmel die Einladung doch mal den Flugsimulator der Firma Flightdecksystems auf dem Flughafen in Paderborn zu testen.
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Eisige Kälte war am Flughafen von Paderborn, als ich vor einigen Tagen im Januar 2011 zum fliegen ging. Ein Geruch von Kerosin lag in der Luft und das Startgeräusch einer Boing (ich glaube das es eine war!) war laut und deutlich zu hören. Da kam dann auch gleich bei mir der Wunsch auf, jetzt will ich es wissen, ob ich so einen großen Vogel auch in die Luft und noch wichtiger, auch wieder runter bekomme. Auch bewundere ich die Airspotter! (Ausdruck für Flugzeug Fotofan) die mit viel Liebe zum Hobby ebenso schöne Fotos von Flugzeugen ablichten wie wir Eisenbahnfotografen. Nun war es soweit und ich konnte ins das Cockpit des A 320 steigen. Im direkten Vergleich zum ICE, den ich sonst in Fulda betreue, ist es doch hier richtig eng. Dagegen kann man in ICE-Cockpit ja Samba tanzen. Aber Spaß bei Seite. Rund 400 Hebel und Schalter stehen für die Flugsteuerung zur Verfügung. Im Dämmerlicht ein toller Anblick. Für den Laien sicher ein Haufen Schalter von dem man nicht weiß, welcher wo für ist. Hier muss ich jedoch gestehen, das mich neben der Bahn auch Flugzeuge interessieren und ich selber auf dem PC einen Flusi (Flugsimulator) nutze. Daher sind mir viele der Hebel und Schalter alle bekannt und das wird mir die Sache sicherlich erleichtern. Das ich bei bei meinem Flusi ein Steuerhorn habe ist recht angenehm, doch der Airbus A 320 wird hier wie in der Wirklichkeit mit einer Art Joystick geflogen. Als Rechtshänder für mich etwas gewöhnungsbedürftig ist, das ich den Flieger mit der linken Hand steuern muss. So fällt es mir auch schwer, den optimalen Weg auf dem Vorfeld zu finden und wir eiern ein wenig hin- und her um an die Startbahn zu rollen.
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Geschafft! Wir sind in der virtuellen Luft und der Start war doch recht aufregend. Wie im richtigen Pilotenalltag gibt es jetzt, kurz nach dem Start viel für den Piloten zu erledigen. Wer meint, zurücklehnen und aus dem Fenster sehen ist nicht drin. Wir müssen unseren Gleitweg und die Steigrate beachten. Das Fahrwerk und die Startklappen einfahren, mit dem Tower den Funkverkehr halten und noch 1000 andere Dinge tun. Man kommt fast gar nicht dazu mal aus dem Fester zu sehen sondern hat nur die Instrumente im Blick. Nach gut 50 Kilometer Flug kommt nun etwas Ruhe auf und wir besprechen unseren weiteren Flug. Natürlich ist immer ein erfahrener Trainer mit dabei, der immer in die laufende Simulation eingreifen kann und die passenden Aktionen einspielen kann.
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Der Flugsimulator im Flughafen Paderborn in Aktion.
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Man fühlt sich irgendwie erhaben! Man hat gut 200 Tonnen in die Luft bekommen und fühlt sich wie ein Flugkapitän. Doch im Flieger geht alles 5 Mal schneller als im ICE! Nach einigen Runden über Paderborn wollen wir mal die Landung üben. Also die Aufgabe lautet: Fluggeschwindigkeit verringern. (Wenn hier jetzt einer nach der Bremse fragt, liegt er nicht so ganz verkehrt. Es gibt beim Flugzeug Störklappen die ausgefahren werden können und den Flug verlangsamen können) Aber Achtung, immer die Geschwindigkeit im Auge behalten sonst macht es richtig plumps und wir fallen schneller als uns lieb ist. Ich bin froh, das mir mein Fluglehrer immer den richtigen hilfreichen Rat gibt und wir in die Platzrunde einfliegen können. Jetzt das Fahrwerk raus und die Landeklappen setzen. Wenn man weiss, wo man hingreifen muss, macht das mächtig viel Spass. Den Schubregler langsam zurück und die Sinkrate im Auge behalten, wir wollen ja auf der Landebahn und nicht 20 Kilometer vorher aufsetzen.
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Ein Merksatz in der Fliegerei lautet! “Wer nicht landen kann, kann nur so lange Fliegen wie der Treibstoff reicht.”
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Im Grunde eine leichte Aufgabe, aber die Ausführung hat es in sich! Hier auf der Landebahn vom Flughafen Paderborn (Bild links) soll ich nun den A 320 landen. Das bedeutet, das die Maschine auf Kurs gehalten werden muss. Jetzt brauche ich meine ganze Konzentration um den Flieger im Gleitweg zu halten und wir sind unten. Leider aber habe ich gut 5 Meter neben der Landebahn aufgesetzt. Kein Problem, sagt mein Flugtrainer es ist ja alles nur eine Simulation. Trotzdem war mir gelegentlich etwas flau im Magen und das, obwohl wir den Erdboden nie verlassen haben. Aber es tröstet mich, das am Anfang von der Fliegerei das Landen im Vordergrund steht. Die Zeit verging wie im Flug und es war noch ein kurzer Abstecher nach Ibiza geplant. Ein Landeanflug auf die Mittelmeerinsel ist auch nicht ohne.
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Ich denke mal, das so ein Ausflug in die andere Realität eine sehr schöne Sache ist. Es hat mir mächtig viel Spass gemacht und ich würde das jederzeit gern noch mal erleben. Die Zeit verging wie im Flug und fast zu schnell war die Stunde um.
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Fliegen auf Flughöhe “Null”. Vollkommen ungefährlich ist der Flug im Flugsimulator in Paderborn oder in Bonn. Es kann nichts passieren und selbst für Leute mit panischer Flugangst würde ich so einen Trip empfehlen. Man erhält jederzeit tatkräftige Hilfe und wir sind die ganze Zeit fest auf dem Boden verankert. Durch die gute Rundumsicht aus den Cockpitfenster hat man sehr schnell den Eindruck als würden wir uns mit dem Flieger bewegen. Ein aufregendes Erlebnis für jeden, der selber noch nie die Möglichkeit hatte in einem Flugzeugcockpit zu sitzen.
Wer mehr aus seinem Flug machen möchte, spricht vor dem Flug mit dem Flugtrainer die Aktionen ab. Ein Entspannter Flug über die Alpen mit Autopilot ist auch eine feine Sache. Doch keine Sorge, wer noch nie in einen Flieger gesessen hat braucht sich keine Gedanken zu machen. Ein Flugtrainer steht immer hinter ihnen und gibt hilfreiche Anweisungen.
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Der Flugsimulator. Fliegen auf Flughöhe “Null”
Ein wirklich tolles Erlebnis. Wer selber gern mal im Simulator Fliegen möchte hat am Flughafen in Paderborn oder im Haus der Luft- und Raumfahrt in Bonn dazu die Gelegenheit. Für diesen Preis (Stunde 139 Euro) eine wirklich aufregende und gelungene Veranstaltung. Ich würde es jederzeit wiederholen. Wer mit ein paar Freunden oder im Bekanntenkreis eine tolle Tour machen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten.
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Über den Wolken ist ein Blick aus dem Fenster immer was besonderes. Für Leute mit Flugangst die einmalige Gelegenheit alles aus erster Hand erklärt zu bekommen und zu verstehen was bei einem Flug so alles abläuft.
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Ein Blick über die Stadt Hamburg aus der Luft. In der rechten Bildhälfte ist gut die Alster zu erkennen. In der Bildmitte unten die Innenstadt und die Elbe, die sich durch Hamburg zieht. Das wär’s doch jetzt und hier mal selber mitfliegen.
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Da kommt mir die Idee, wie es wäre, wenn sich Eisenbahnfreunde nicht einfach mal zum Fliegen in Paderborn treffen sollten. Ich bin dann gern mit dabei. Es sollte sich eine Gruppe von 3-4 Personen zusammen finden lassen. Bei Interesse einfach bei mir melden und wir gehen fliegen. Eine Besichtigung vom Flughafen Paderborn würde ich für uns dann organisieren.
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