|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Einen ganz besonderen Reiz bietet von je her die Bahn im Winter. Eingeschneite Züge und Wagen lassen manche Situation in einen ganz anderen Licht erscheinen. Es liegt zum einen sicher an den extremen Farbunterschieden und zum anderen hatten die Dampfloks im Winter eine besondere fotogene Seite. Wenn die Temperaturen sehr kalt sind, erzeugt die Kälte extrem große Dampfwolken, die so manches Eisenbahner- Fotoherz höher schlagen lassen. Doch haben wir in den letzten Jahren die Bahn auch anders kennengelernt und fragen uns, gab es denn so was zur Dampflokzeit auch? Sicher, es gab auch damals Zugausfälle und Verspätungen. Bedenkt man aber, das es zur damaligen Zeit fast nur Dampf- und Dieselloks gab, sollte man nicht daraus schliessen, das die Elektrolokomotiven anfälliger sind. Doch sollten wir berücksichtigen, das im Gegensatz zu früher, wir heute mit ganz anderen Geschwindigkeiten fahren. Der ICE ist im Regelfall mit Tempo 200 km/h unterwegs und der stellt natürlich an die Oberleitung und die Weichen ganz andere Anforderungen.
|
|
|
|
 |
|
Die Dampflok im Winter ist bis heute ein sehr fotogener Blickfang. Foto: Nordhessen bei Kassel.
|
|
|
|
Natürlich war die Arbeit auf der Dampflok auch kein Zucker schlecken, und trotz der Wärme auf der Lok war es lausekalt und zugig. Wenn so eine Lok erstmal die Betriebstemperatur hatte, so war es sicher angenehm doch immer aus dem Fenster gelehnt, mit dem Oberkörper in der Zugluft war das kein Vergnügen, da lassen wir mal die Dampflokromantik ganz schnell in der Schublade verschwinden.
|
|
Die Dampflok im Winter. Immer ein besonderer Anblick. Foto: Nordhessen
|
|
|
|
Betrachten wir das obere Bild, dann stellen wir fest, das der Lokführer fast null Ausblick hatte. Gut , das Tempo lag bei gemütlichen 120 km/h und der Heizer musste ja auch die Strecke mit beobachten. Es gab keine Oberleitungen und wesentlich weniger Zugverkehr. Doch wissen wir auch, das die Dampflok im Grunde doch sehr uneffektiv war und ein schlechter Kostverwerter war was die Betriebsstoffe angeht.
|
|
|
|
So bleibt die Dampflok mit Sicherheit in unseren Gedanken als liebenswertes Gefährt, das uns durch die Geschichte der Eisenbahn mit Sicherheit noch lange erhalten bleibt. Geniessen wir heute also die Möglichkeiten, die uns geblieben sind wenn wir mit einer Museumsbahn ein kurzes Stück in die Vergangenheit eintauchen können.
|
|
Mit dem Hessencourrier unterwegs in Nordhessen. Auf der Strecke Kassel-Wilhelmshöhe Süd bis nach Neuenburg in Hessen hat diese Museumsbahn eine eigene Strecke. Aufgenommen bei der Nikolausfahrt im Dezember 2010 bei Altenstädt.
|
|
Die BR 52 4544 der Eisenbahnfreunde Treysa bei einer Ausfahrt im Dezember 2010 bei Battenberg.
|
|
Heute sind die betagten Dampfrösser nur noch für Nostalgiefahrten unterwegs. Aufgenommen am 13. Februar 2010 in Grimmenthal. Sonderzug mit 01 1066 mit einem leichten Personenzug. Passend noch der Postwagen gleich hinter der Lok.
|
|
Aufgenommen am 13. Februar 2010 in Schleusingerneundorf. Skizug von Grimmenthal nach Bahnhof mit 94 1538.
|
|
|
|
 |
|
Aufgenommen am 18. Dezember 2010 in Fulda. Sonderzug nach Bad Salzungen mit 41 1144.
|
|
|
 |
|
|
|
Doch kommen wir zu weiteren Zügen bei der Bahn. Eine große Umstellung war die Einführung der Diesel- und Elektrolokomotiven bei der Beförderung von Personen und Güterzügen. Waren die ersten Grubenloks in Bergwerken die wahren Vorläufer der Elektrotraktion, so sollte doch noch einige Zeit vergehen, bis leistungsstarke Elektroloks zum Einsatz kamen. In Puncto Zuverlässigkeit sind die Elektroloks bis heute Weltweit sicher und zuverlässig im Einsatz. In erster Linie war natürlich der kostengünstige Einsatz an Energie ausschlaggebend und das eine Lok nur von einem Lokführer bedient werden musste. Mit dem Ausbau der Deutschen Eisenbahnstrecken und der Elektrifizierung war und ist die Elektrolok bis heute ein unverzichtbarer Garant für ein sichere Beförderung im Personen- und Güterverkehr.
|
|
Eine BR 141 in beiger Farbgebung mit Silberlingen.
|
|
|
|
 |
|
Eine 218 im Hochsauerland unterwegs mit einen Ski-Sonderzug aus dem Ruhrgebiet.
|
|
|
|
Doch damit die Bahn auch im Winter funktioniert, waren früher Gleistrupps mit Pickel und Lötlampe unterwegs und haben die Weichen aufgetaut. In der Schweiz und Österreich gibt es zum Teil solche Einsätze noch heute. Haben die Eidgenossen doch viel mehr Erfahrung als wir mit der weissen Pracht, die besonders im Winter bei kalten Temperaturen vom Himmel fallen kann. Doch wollen wir nicht lästern, die Autofahrer machen jedes Jahr den selben Lernprozess durch, das Schnee sich als Grundlage auf Straßen nicht gut mit hohen Geschwindig- keiten verträgt. Insbesondere Lkw-Fahrer mit Sommerreifen machen auf verschneiten Autobahnen einen eher armseligen Eindruck an Bergstrecken und im Gefälle. Doch kommen wir zurück zum Thema Eisenbahn. Die Bahn hatte von jeher, und das auch zu früheren Zeiten, ein Problem mit den Weichen im Winter.
|
|
|
|
 |
|
Damit die beweglichen Teile einer Weiche nicht einfrieren oder von festem Schnee an der Beweglichkeit behindert werden, wurden Weichenheizungen eingesetzt. Diese sorgen auch bei frostigen Temperaturen für einen einwandfreien Betrieb der Weiche. Eingefrorene Weichen waren auch in den letzten beiden Jahren mit die Hauptursache für die vielen Zugausfälle und Verspätungen. Die Heizleistungen müssen an die Gegebenheiten angepasst sein und es darf nicht passieren, das die aufgetragenen Schmierstoffe verdampfen oder gar Feuer fangen. Es gibt in der Regel 3 Arten von Weichenheizungen. Elektro, Gas oder Erdwärme. Die Elektroheizungen können aus der Fahrspannung mit vorgeschaltetem Transformator betrieben werden. Propan oder Gasheizungen werden oft im Bahnhofsbereich von Großstädten betrieben wo ein Anschluss an das Städtische Gasversorgungsnetz möglich ist. Auch Erdwärmepumpen kommen zum Einsatz. Derzeit sind ca. 50.000 Weichen im Netz der DB mit einer Weichenheizung ausgerüstet. Davon sind ca. 90 % Elektrisch betrieben.
|
|
|
|
 |
|
Güter auf die Bahn und die Mehrsystemlok BR 185 ist mit einem Kesselwagenzug bei Guxhagen (Hessen) unterwegs.
|
|
Eine Siemens Dispolok (ES64-U2-025) mit einem Containerzug in Wabern.
|
|
Hier im Westen Deutschlands war die BR 155 vor der Wende eher nicht zu sehen. Die damalige Reichsbahn orderte diese konventionell aufgebaute Lokomotive bei LEW. Diese sechsachsige Maschine war für den schweren Güter- und Personenverkehr ausgelegt und wird nach der Bahnreform bis heute im Güterzugdienst eingesetzt.
|
|
Nicht vergessen dürfen wir bei unser Betrachtung die Diesellokomotiven, die sowohl im Personen als auch Güterzugdienst im Winter korrekt und zuverlässig ihre Arbeit verrichten. Gerade die BR 212 (Hier im Bild: HSM 212 133-3) ist im leichten Personen oder Güterverschiebe- und Zubringerdienst im Einsatz. Auf Nebenbahnen war die BR 212 lange vor Umbauwagen oder Silberlinge zu sehen.
|
|
Brilon Wald. Die HSM 212 133-3 und Kubecon 18 bei einem Halt in Brilon Wald. Die BR 212 ist in einem besten Erhaltungszustand und hat noch eine Dampfheizungs Ausrüstung.
|
|
Die Bahn im Winter hier im Hochsauerland bei Brilon.
|
|
|
|
Ein Problem welches wir auch von der Straße her kennen ist der viele Schnee auf dem Fahrweg. Auch bei der Bahn gibt es hier ganz klar Vorschriften wie hoch maximal der Schnee auf den Gleisen liegen darf. Ist dieser Wert überschritten, dann kommt die Schneeschleuder zum Einsatz. In den Wintermonaten stehen diese dann an vorbestimmten Platzen bereit und können sehr schnell eingesetzt werden. Eine BR 218 sorgt hier in Winterberg für den nötigen Schub.
|
|
Nur eine leichte Übung für die zugstarke BR 232 ist die Beförderung den Regionalzuges bei Jena-West.
|
|
|
|
Kommen wir nun zu den Elektrolokomotiven. Ich möchte hier nicht die ganze Historie der Entwicklung aufzeichnen, das habe ich hier auf dieser Webseite bereits an anderer Stelle gemacht. Maßgebliche Entwicklungsgeschichte hatte natürlich die BR 103 geschrieben, die ja quasi auch für die Entwicklung der heutigen ICE-Generation einen wertvollen Beitrag geleistet hat. In einem ausführlichen Filmbericht hier auf dieser Webseite gibt es viele Informationen zur Baureihe 103. Bereits sehr früh kam aber der Wunsch der Bahngesellschaften auf, Lokomotiven für einen grenzüberschreitenden Verkehr zu beschaffen. Das Zeitraubende Umkuppeln an den Grenzbahnhöfen sollte entfallen. Für uns ist es heute möglich mit dem ICE nach Paris oder Kopenhagen zu fahren. Auch für die Fahrt mit dem ICE durch den Eurotunnel nach London hat es Ende 2010 bereits die ersten Test- und Erprobungsfahrten gegeben.
|
|
|
|
 |
|
Karlsruhe. Eine der Lokomotiven für den Grenzüberschreitenden Verkehr ist die BR 181, die mit 25 gebauten Stückzahlen heute im Deutsch- Französischen Streckennetz im Einsatz ist. Als sogenannte Zweisystemlokomotive ist diese Lok im Personen- und Güterzugdienst unterwegs.
|
|
Karlsruhe. Und da wir in das Streckennetz der Franzosen einfahren, kommen natürlich auch die Züge der SNCF nach Deutschland. Hier im Bahnhof von Karlsruhe gibt es daher viele verschiedene Zuggattungen zu sehen.
|
|
Bahnhof Neustadt/Weinstraße. Hier treffen wir auf die Zuverlässige BR 218, die im Regionalverkehr bis heute einfach nicht wegzudenken ist. Auffällig bei dieser BR 218 481-0 ist, das die Lok mit Zusatzscheinwerfern ausgerüstet ist.
|
|
Neustadt/Weinstraße. Die Gründe für die Zusatzscheinwerfer sind mir leider nicht bekannt. Sollte das jemand wissen, so wäre ich um eine Mitteilung dazu dankbar. Hier jetzt der Rangierer sein und einen Zug Ankuppeln zu müssen wäre nicht so mein Ding!
|
|
Neustadt/Weinstraße. Spätestens jetzt, wenn wir uns diese Foto betrachten, sollte klar sein, warum die Lokführer beim Kuppeln darauf zu achten haben, das die Schutzabdeckung korrekt angebracht sein muss. Denn durch eine Vereisung der Kupplung ist nicht mehr gewährleistet, das alle Kontakte korrekt ineinander schließen.
|
|
Karlsruhe. Eine recht auffällige Lokomotive und eine Legende schlechthin, sind die Rundnasen, die in Schweden von dem Hersteller Nohab in Lizenz gebaut wurden. Gut 60 Maschinen wurden seinerzeit gebaut und waren besonders auf den Gleisen der DSB (Dänischen Staatsbahnen) ein alltäglicher Anblick. Mittlerweile hat die DSB aber alle Loks ausgemustert. Bei einigen Privatbahnen sind einige dieser Loks untergekommen und leisten noch heuten ihren Beitrag im Güterverkehr.
|
|
Paderborn. Ein bei uns in Deutschland bestens bekannter Dauerläufer sind die Elektroloks vom Typ BR 140. Mit 848 gebauten Stückzahlen war und ist diese Lok bis heute im Dauereinsatz. Egal ob vor Güter- oder Personenzügen, man kann die BR 140 überall sehen. Die letzen Loks wurden 1973 gebaut und die Ausmusterung hat nun auch hier begonnen.
|
|
Paderborn. Na Kollege, las das nicht deinen Chef sehen denn du hast deinen Überzieher nicht auf der Kupplung! Aber gut, das soll nicht unser Problem sein, das hat der Kollege, wenn er seinen Zug kuppeln sollte selber. Ein Regional Triebwagenzug der Gattung: FLIRT. (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebwagen)
|
|
Regionaltriebwagen BR 428
|
|
|
|
|
|
 |
|
Viele der neuen heutigen Diesellokomotiven unterscheiden sich im Ansehen kaum von dem einer Elektrolokomotive. Man muss schon genauer hinsehen und bei den Dachaufbauten prüfen, ob hier ein Stromabnehmer vorhanden ist. Ein wuchtiger Brummer ist die elektrische Lokomotive vom Typ ER 20. Die Diesellokomotive trägt den namens Zusatz Hercules und ist für den Einsatz im Güterverkehr mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern auf der Strecke unterwegs. Modernste Motorentechnik und eine neuartige Schalldämmung machen den Hercules zu einer sehr leisen und abgasarmen Lok. Im sehr strengen Winter des Jahres 2010, war so manche dieser Diesellokomotiven der Retter in der Not wenn es darum ging, einen liegen gebliebenen Güterzug abzuschleppen.
|
|
|
 |
|
|
Alfeld/Leine. Eine BR 185 bei der Bahnhofsdurchfahrt in Alfeld/Niedensachsen. Nach den heftigen Schneefällen Anfang 2010, ist es immer ein imposanter Anblick wenn der Zug bei der schnellen Fahrt den Neuschnee auf wirbelt.
|
|
...und da ich eben die Hamburger Hochbahn angesprochen hatte, ist auch hier gleich ein passendes Foto dazu. Kurz vor der Einfahrt im Bahnhof Landungsbrücken, fährt ein Triebwagen der Hochbahn bei sehr kalten Minusgraden und eisigen Wind in Hamburg in die Station ein.
|
|
Wie wir nun erfahren haben, tummeln sich auf den Gleisen der DB mittlerweile viele andere Privatbahn. Was anfangs in diesem Bericht schon angesprochen war, findet hier die Fortsetzung mit der Baureihe 482. Diese Mehrsystemlokomotive vor einem Kesselwagenzug wird im grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt.
|
|
|
|
 |
|
Leinebergland.
|
|
|
 |
|
Bahnhofdurchfahrt in Alfeld/leine.
|
|
Heidelberg. Ein Regionalexpress mit Doppelstockwagen in Heidelberg zur Fahrt in Richtung Frankfurt.
|
|
Mengeringhausen/Nordhessen. Ein Dieseltriebwagenzug der Kurhessenbahn auf dem Weg nach Korbach. So isses korrekt, der Überzieher ist drüber!
|
|
Der Gelenktriebwagen GTW ist auf der Strecke Kassel - Korbach unterwegs. Hier endet auch nun erstmal der Fotobericht unter dem Titel die Bahn im Winter. Wer nun der Meinung ist, es fehlt noch so der eine oder andere Zug in dem einen oder anderen Bundesland, der möge mir sein Foto gern zuschicken, ich bin gern bereit diese Winterfotogalerie zu erweitern.
|
|
|
|
Hiermit möchte ich noch bei folgenden Bahnfotografen bedanken, die mir ihre Bilde für diese Galerie zur Verfügung gestellt haben.
|
|
|
|
Alfred Bomberg Bruno Müller Sebastian Haseke Uwe John Frank Frischemeier Gerd Meyer Markus Deuser
|
|
|
|
Sie haben schöne Fotos von der Bahn! Streckenbilder, Lokfotos oder Bahnhofsansichten und möchten diese gern im Internet auch anderen Eisenbahnfreunden zeigen, dann können Sie mir diese Fotos gern zusenden. Diese Fotos werden dann in der neuen Gästefotogalerie zu sehen sein vielen Dank.
|
|
|
|
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen recherchiert und aufbereitet. Sollten sich dennoch Fehler eingeschlichen haben, so bitte ich um Mitteilung.
|
|