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Die Kasseler Verkehrs Betriebe KVG

Das Bild der Kasseler Innenstadt, in der wegen des Wiederaufbaukonzepts nach den Zerstörungen durch britische Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs nur noch wenige historische Gebäude erhalten sind, ist durch typische 1950er Jahre-Architektur geprägt. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten entschloss man sich in Kassel, den Wiederaufbau großflächig nach damals zeitgenössischen Vorstellungen zu planen und keine Rekonstruktion des alten Stadtbilds zu versuchen. Die Überreste vieler historischer Gebäude wurden abgerissen. Die Gestaltung orientierte sich an den Grundzügen der Gartenstadt, vor allem vier- oder fünfstöckige Wohnhäuser wurden gebaut. Darüber hinaus wurde die Stadt einerseits bis in den Stadtkern für den Autoverkehr optimiert, andererseits die erste Fußgängerzone der Bundesrepublik Deutschland angelegt, die Treppenstraße. Spätestens in den 1970er Jahren reichte die Kapazität des Straßensystems nicht mehr aus, um das schnell wachsende Fahrzeugaufkommen zu bewältigen. Heutzutage ist diese radikale Abkehr von der historischen Bauweise in Kassel umstritten.

Im Kontrast zu den oft dicht bebauten Stadtvierteln birgt Kassel viele Grünflächen, darunter den Bergpark Wilhelmshöhe im Habichtswald und die Karls- und Fuldaaue. An vielen Stellen im Kasseler Stadtgebiet fallen zahlreiche Eichen auf, die durch den Künstler Joseph Beuys unter dem Motto 7.000 Eichen - Stadtverwaltung statt Stadtverwaltung zwischen 1982 und '87 an Straßen und Plätzen angepflanzt wurden.
Recht früh hatte man in Kassel erkannt, das der Personennahverkehr nur mit einen funktionierendem System aus Bus und Straßenbahn bewältigt werden kann. Heute verfügt die Stadt Kassel mit der RegioTram über eins der modernsten Zugsysteme überhaupt. Mit der Straßenbahn durch die Stadt und ins Umland. Doch damit dieses System reibungslos funktioniert, dazu ist die KVG zuständig.

Die Bahnfans mögen es mir verzeihen, das hier diesmal auch 2 Busse gezeigt werden! Aber für den Stadt- und Umlandverkehr ist die KVG mit modernen SOLARIS Niederflur Bussen ausgerüstet, die auch Behindertengerecht ausgestattet sind.

Dazu gehören auch diese NEOPLAN Gelenkbusse die im Stadtverkehr eingesetzt sind.

Nach dem Karlsruher Vorbild, hat nun auch die Stadt Kassel eine RegioTram, das zu dem modernsten seiner Art gilt. Die Treibwagen halb Bahn, halb Straßenbahn können sowohl die Städtischen Straßenbahn- gleise, als auch die Gleise der DB benutzen.

Halb Straßenbahn und halb Regionalzug und die Sicherungsysteme von beiden Bahnen. Blick in den Führerstand der RegioTram im Betriebshof Kassel Sandershausen.

Die neue Wartungshalle für die RegioTram bei der KVG in Kassel. Noch wird an der Fertigstellung gearbeitet. Neben dem Wartungsgleis (Bildmitte) wird links noch ein Gleis zur Reinigung und Pflege
installiert. Ganz links an der Hallenseite erfolgt die Installation eines Rüstgleises für mögliche Unfallfahrzeuge.

Mechaniker bei Wartungsarbeiten der Kupplungen bei der RegioTram.

Alle Teile der Bahn können sofort zu Wartungs- und Reparaturzwecken gut erreicht werden. Natürlich können die Dachaufbauten nur über ein Sicherungssystem erreicht werden, das automatisch den Fahrstrom abschaltet.

Ja fast schon klinisch rein und sauber sind die Wartungshallen für die RegioTram. Ölverschmierte Mechaniker sucht man hier vergebens.

Während der Betriebshof Sandershausen für die Busse und RegioTram zuständig ist, ist der Betriebshof Wilhelmshöhe ausschließlich für die Straßenbahnfahrzeuge der KVG verantwortlich. Hier erfolgt neben der Wartung, Reparatur und Pflege auch die Abstellung für die Nacht.

Hier in der Werkstatt können alle wichtigen Arbeiten ausgeführt werden Eine moderne Hebeanlage für die Straßenbahnzüge darf hier nicht fehlen.

Hier erfolgte gerade der Austausch der automatischen Trittstufen am Straßenbahnwagen.

In der gut ausgestatteten Werkstatt können alle Arbeiten ausgeführt werden. Neben der Lackiererei und Polsterei nimmt die Elektro- und Motoren Schlosserei einen großen Platz ein. Umfangreiche Metallbearbeitung ist hier möglich.

Hier ein bereits fertig montiertes Drehgestell für einen Straßenbahnwagen. Gut zu erkennen, sind die beiden Fahrmotoren die über ein Getriebe die Achsen antreiben. Die Drehgestelle werden hier in Wilhelmshöhe zusammengebaut.

Auch hier treffen wir die RegioTram wieder, die hier auf der Spurkranz Drehbank steht. Ohne Ausbau der Drehgestelle, können hier die Radreifen abgedreht werden.

Nachdem am Morgen der erste Ansturm auf die Straßenbahnzüge vorbei ist, kommen die ersten Wagen bereits ins Depot zurück. Nach einer Reinigung warten die Wagen nun auf Feierabendverkehr.

Und natürlich stehen Im Straßenbahndepot noch so einige alte Schätze, die das Herz eines jeden Fans höher schlagen lassen. Diese liebevoll gepflegten Wagen stehen für Sonderfahrten zur Verfügung.

Diese Wagen können für Sonderfahrten gemietet werden, wie wäre es, am Sonntag mal eine Kaffeefahrt in so einem Wagen zu unternehmen. Kein Problem, sprechen Sie die KVG doch einfach dazu an.

Hier gab es noch keine Digitaltechnik, hier wird noch analog mit der Hand und dem können des Straßenbahnschaffners gefahren.

Holzbänke auf Blattfedern, das war das Bild nach dem Krieg auf deutschen Straßenbahnschienen. Schön, wenn solche Wagen in diesem Zustand gehalten werden. Ein Erlebnis damit durch Kassel zu fahren.

Und hier stehen Sie sich gegenüber. Links die Straßenbahnwagen der 50 und 60ziger Jahre und hinten die modernen Niederflur Gelenkwagen der Kasseler Verkehrsgesellschaft.
Mein Dank geht an die KVG und die sehr freundliche und vorzügliche Erklärung der Werkseinrichtung und Betriebsstätten, ohne die dieser Fotobericht nicht möglich geworden wäre.

Wenn auch Sie gern mal an einer Besichtigung teilnehmen möchten, fragen Sie gern bei der KVG an. Eine Besichtigung in einer Gruppe ist dann nach Absprache möglich.

Mein Dank geht auch an Robert Böttner aus Kassel, der diesen Termin vorbereitet hat.

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