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Intermodellbau Messe Dortmund 2011

Jedes Jahr gehe ich nicht zur Messe nach Dortmund doch in diesem Jahr musste es mal wieder sein. Einfach mal sehen was es so neues gibt für den Modellbahner. Vielleicht das eine Schnäppchen machen denn manches kann man günstig erwerben. So bin ich auch gleich am Morgen nach dem Frühstück um 9 Uhr von Kassel nach Dortmund gefahren. nach gut 50 Minuten war ich bereits in der Stadtgrenze zu Dortmund und guter Hoffnung auch schnell zum Messegelände zu kommen. Doch aus der Traum, kaum in Dortmund quälte man sich über den stets im Stau geplagten Ruhrschnellweg zur Messe. Doch hier wurde von den Mitarbeitern der Stadt Dortmund ganze Arbeit geleistet. Statt den Verkehr zügig auf die Messeparkplätze zu leiten, brauchte man gut 60 Minuten um auf den Parkplatz am Arsch der Welt zu gelangen. Nach einem Fussweg von 20 Minuten bis zum Messegelände, dauerte das Parken 40 Minuten Länger als die Fahrt von Kassel nach Dortmund. Ich denke mal, das nächste mal doch lieber mit der Bahn.

Endlich angekommen ist in diesem Jahr doch einiges anders als sonst. Da diesmal die Halle 1 nicht zur Verfügung steht, muss man sich die Mühe machen und alles neu erkunden. Beeindruckend die Modell der Luftfahrtfreunde die auch immer größer werden.

Die Flieger sind teilweise mit einer Modelltreue ausgestattet das keine Wünsche mehr offen bleiben. Interessiert hat mich ein Modell Zeppelin, der langsam seine Runde durch die Halle flog. Doch das ist wirklich nur was für geschlossene Räume. Das Modell ist mit seiner Größe von über 3,5 Meter aber für jedes normale Bastlerzimmer eindeutig zu groß. Der Flugspaß würde draußen in der Natur bei absoluter Windstille funktionieren.

Interessant auch dieser Flugsimulator, doch wenn man genau hinsieht, ist die obere Paneele nicht echt und besteht nur aus einer Leuchtfolie. Unverständlich auch, warum man sich zur Hauptzeit der Besucher und Interessenten stundenlang zur Mittagspause zurück zieht.

Doch kommen wir zu unserem Hobby der Eisenbahn. Was auffällig ist, das es überall auf der Messe blinkt und leuchtet! Ja, wir sind im Zeitalter der LED auch auf der Modellbahn angekommen. Vorbei die Zeit als man als Außenseiter galt, wenn man sich von “Conrad” die ersten LED - Platinen selber zuschneiden musste um diese als Zugbeleuchtung zu verwenden. Heute gibt es die LED´s fast in allen Farben. Metronom Doppelstockwagen mit LED - Beleuchtung.

Moderne Treibwagen haben es auch in die Modellbahnwelt geschafft. Von KATO und LILIPUT werden die Triebwagen vom Typ “FLIRT” angeboten. Ich denke mal, da ich auch den blauen Zug der “CANTUS” Bahn gesehen habe, wird dieses Teil auf meine Wunschliste kommen.

LED ohne Ende. Auch bei “FALLER” wird alles und jedes mit LED beleuchtet. Mir hat besonders die Schaufensterbeleuchtung gefallen, die ein Blickfang auf der Modellbahnanlage werden könnte.

Wer noch genügend Platz auf seiner Anlage hat, für den dürften die Schrebergärten von “FALLER” interessant sein. In der Detailtreue stehen diese kleinen Mustergärten dem Original in nichts nach.

Der Schrebergarten für die Modellbahnanlage.

Auch der Verkehr auf der Modellbahnanlage kommt nicht mehr ohne LED`s aus. Interessante neue Modelle sind Baufahrzeuge für den Straßenbau.

Für mich immer wieder schön sind die Formsignale die eigentlich auf keiner Anlage fehlen sollten. Die Signale vom Hersteller “Vissmann” bieten nicht nur das deutsche Signalbild sondern auch die unserer Nachbarn an. Hohe Detailgenauigkeit zeichnen diese Signale aus.

© Foto Viessmann Modellspielwaren GmbH

Schwer beeindruckt war ich von der Präsentation der neuen Signalbrücke von “Viessmann”. Diese aus Ätztechnik hergestellte Modell ist wirklich sehr solide gebaut und verzeit auch mal, das man als Modellbahner bei umbauten  auf der Anlage diese Signalbrücke unbeabsichtigt beschädigt. Bei der Vorführung durch einen Mitarbeiter von “VIESSMANN” wurde das Modell mehrfach auf den Boden fallen gelassen, ohne das es zu Beschädigungen kam.
Die Signale können von Hand oder über ein Signalmodul von Viessmann Vorbild gerecht angesteuert werden.

Die Firma “NOCH” zeigte seine neue Segmentdrehscheibe in der Baugröße H0. Gerade für Nebenbahnen oder kleinere Anlage micht Sicherheit ein interessantes Teil das sehr wenig Platz einnimmt und doch vielfältige Rangiermanöver ermöglicht. Erhältlich für alle gängigen Systeme im H0.

Eine weitere Neuheit ist der “LASER CUT” der von den führenden Herstellen angeboten wird. Teilweise vorcoloriert und in perfekten Ausschnitt aus einer festen Pappe überzeugen diese Modelle durch ihre Präzision. (Hersteller: NOCH)

LASER CUT Modell von NOCH. Pause in der Hauptschule. Lieferbar ab Oktober 2011.

Für den Garten viel zu schade. Die Königsklasse der Spur I bietet natürlich Detailtreue ohne Ende. Ich würde mir für meine Vitrine auch gern ein Spur I Modell zulegen doch nachdem ich den Preis für diese Lok erfahren habe (ca. 2.500,00 Euro) lasse ich das lieber.

Schön, das es der Firma MÄRKLIN wieder besser geht und es mit neuen Modellen, die sich die Fangemeinde wünscht weitergeht. Etwas schade, das ich meine Fragen zum Thema Steuern und Schalten auf der Modellbahn nicht beantwortet bekommen habe. Man sollte doch mit Mitarbeitern auf die Messe gehen, die Ahnung von dem haben was diese Firma anbietet.

Doch ausser der Modellbahn gab es natürlich noch jede Menge interessante Modell zu sehen. Von der Bohrplattform, die alle 30 Minuten in Flammen aufging und modellgerecht von Feuerlöschbooten aus gelöscht wurde. Da stellt sich mir natürlich die Frage wo bitte soll ich so ein Modell aufstellen?

Auch nicht für den Wohnzimmertisch geeignet ist diese Modell von einem Flugzeugträger. Viele der Teile sind selber per Hand hergestellt.

Das Spielzeug für große Jungs. Modelle, Häuser und Ausstattung lassen keine Wünsche offen.

Kleine fahrbare Gabelstapler holen aus der Lagerhalle die Paletten und verladen diese auf den wartenden LKW. Wahnsinn was alle per Fernsteuerung möglich ist.

Der Spielplatz für Erwachsene ist recht gross. Dagegen nimmt sich meine Modellbahn doch recht klein. Etwas schade ist, das hier keine Vorführungen waren und viele Besucher schnell weiterzogen. Es muss ja nicht Verkehr wie rund um Frankfurt auf der Autobahn sein, doch das nur dickbäuchige Männer sich mit Pommes zustopfen tat der Sache keinen guten gefallen.

So zog ich also weiter um mich nach diesem Hobby der Brummis zu erkundigen. Diese Modelle werden in Kleinserien hergestellt und können als Bausatz erworben werden. Viele Teile wie Achsen und Räder sind Fertigteile. So kostet diese Modell rund 7.000,00 Euro und der Anhänger noch mal gut 3.500,00 Euro. Gut, dafür gibt es aber auch bereits einen richtigen Kleinwagen wo die ganze Familie mitfahren kann.

Der MAN LKW als Modell mit LED Beleuchtung. Preis ab ca. 5.000,00 Euro

Sie brauchen einen leichten Berg von ca. 5 x 15 Meter in ihrer Wohnung und dann können Sie mit diesen originalen Modellen der Pistenraube ihre persönliche Abfahrt präparieren. Natürlich ferngesteuert und mit beweglichen teilen.

Die Pistenraube Aktion, wird wird die Abfahrt vorbereitet. Ein Modell mit vielen Funktionen.

Dazu gibt es passend noch sie Seilbahn und dem Winterspass steht nichts mehr im Wege.

Wie im richtigen Leben ist dieses Modell eine reine Freude. Die Bewegungen sind perfekt und dem Spielpass steht höchstens das eigene Kind im Weg!

Wer es nicht selber gesehen hat, der wird es kaum glauben. Dieses Modell vom Kölner Dom ist komplett aus Streichhölzern gebaut. Die Bauzeit betrug bis jetzt fast 30 Jahre und fast 1 Million Streichhölzer wurden dafür verbraucht. Alle Achtung.

Nicht für den H0-Bahner sondern doch wohl eher für den Spur I Freund! Doch wer nun glaubt das ist ein neues Kunststoffmodell dem sei gesagt, das es sich hier auch um ein Modell aus Streichhölzer handelt. Ich habe es zunächst auch nicht glauben wollen. Die blauen Sitze sind Streichholzköpfe. Die Tribüne alles aus Streichhölzer.

Nun sind ja Bahnhöfe auf einer Modellbahnanlage etwas besonderes. Diese brauchen viel Platz und der ist bekanntlich meist eng bemessen. Ein im Grunde sehr schönes Modell der der Bahnhof Hamburg-Dammtor. Was mich enttäuscht, ist die Farbe von dem Modell der in der Natur (siehe Bild eingebettet) doch mehr Stadtgrau ist als wie Ferkelrosa wie auf dem Modell zu sehen ist. Was hier fehlt ist eindeutig die passende Ausstattung drum herum.

In der Halle 7 und 8 stehen wie immer die Modelle der Hobbybastler. Diese beeindrucken wie immer mit detailreichen Szenen aus dem Arbeitsalltag. Das Modell einer Kohle Zeche ist liebevoll komplett selbst hergestellt.

Am Fahrstuhl wartet man darauf, der der Förderkorb auf die Bergwerks Sohle kommt.

Nicht immer muss es die Modellbahn sein. Den Arbeitsbetrieb in einem Stahlwerk kann man heute mit vielen Details ausschmücken. Hier ist die Bahn nur noch eine Ergänzung zum Thema. Ein Diorama.

Alltag im Stahlwerk. Ein Diorama mit umfangreicher Genauigkeit.

Was mich wie immer fasziniert sind die kleinen Dampfmaschinen die präzise ihnen Dienst verrichten. Nicht mehr zu vergleichen mit dem was wir als Kinder eine Dampfmaschine kannten und Aufgewachsen sind. Na gut, auch der Preis ist zwischenzeitlich mitgewachsen.

Soweit der kleine Einblick in die Messe Intermodellbau April 2011. Das ich leider nicht alles zeigen konnte ist verständlich. Von den fast 200 aufgenommenen Fotos konnte ich leider als Platzgründen hier nur einen kleinen Teil zeigen. Alle Fotos © Andreas Moll

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