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Bad Driburg (Westf.) Ein neuer Anlaufpunkt für Eisen- Bahnfreunde ist in Bad Driburg entstanden. Direkt am Bahnhof, im alten Lagerhaus wurde eine Modellbahn- Schau eröffnet. Auf rund 60 qm erwartet den Besucher eine Zeitreise in die 70er Jahre, als noch Dampfloks das Geschehen in Bad Driburg und Ottbergen beherrschten.
Lesen Sie hier in diesem Bericht.
Ein Trip nach Bad Driburg
Text und Fotos von Raimund Hoppe
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Ein Trip nach Bad Driburg
Es geschah am 15.10. dieses Jahres, dass ich mich mit zwei weiteren Eisenbahnfreunden aufmachte ins westfälische Bad Driburg, sollte doch an diesem Tag dort ein kleines Event stattfinden.
Mit dem PKW von Paderborn kommend erreichten wir unser Ziel via B64 auch schon nach nur 20 Minuten… fast dieselbe Zeit verbrachten wir jedoch damit, den Bahnhof wieder zu finden, war es doch schon eine Weile her, dass jemand von uns diesen Kurort am Rande des Weserberglandes aufsuchte. Nachdem allerdings jeglicher Stolz überwunden war und wir uns doch dazu durchrangen eine Auskunft einzuholen, war es uns ein Leichtes.
In unmittelbarer Nähe des Fahrdienstleiter-Stellwerkes am Bahnübergang im Ostkopf des Bahnhofes fanden wir auch gleich eine adäquate Abstellmöglichkeit für den Wagen. Nach einem kurzen Fußweg entlang der in herrlichster Idylle gelegenen Gleisanlagen erreichten wir auch das renovierte und in frischem Glanz erstrahlende Empfangsgebäude… und somit auch die reichlich gefüllten Bahnsteige, von welchen wir die Einfahrt des Dampfsonderzuges aus Köln abwarten wollten.
Ich seilte mich derweil ein wenig ab um einen günstigeren Fotostandort einzunehmen, da erklang auch schon aus den Lautsprechern die Verspätung des Sonderzuges von ca. 30 – 45 Minuten. Naja, das war eigentlich zu erwarten. So vertrieb ich mir die Zeit damit, ein wenig die Gleis- und Bahnhofsanlagen zu erkunden, denn die dort verkehrenden Züge der NordWestBahn erschienen mir nicht sonderlich fotogen, prägen sie doch inzwischen das Bild des Nahverkehrs schon in weiten Teilen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsens.
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Der Zug war gut besucht und entschwand gegen 14:30 Uhr in Richtung Ottbergen. Nun wieder vereint nahmen wir die Gelegenheit war, ein weiteres Highlight des Tage zu besuchen: die Modellbahnanlage im ehem. Güterschuppen, welche feierlich Eröffnet wurde.
Zuvor stärkten wir uns mit einem Snack vom Grill und einem Glas „schwarzer Geselle“, ein Bier, welches extra zu diesem Anlass von eine Ottbergener Brauerei gebraut und exklusiv hier ausgeschenkt wurde.
Eingereiht in die nicht gerade kurze Schlange vor der Kasse, konnten wir es kaum erwarten, einen Blick auf die Anlage zu werfen… und als wir dann endlich das Allerheiligste betraten wurden wir auch keineswegs enttäuscht. Was unsere Augen dort erblickten kann wahrlich als traumhafter Anblick umschrieben werden, welcher gewiss das Herz eines jeden Modellbahners höher schlagen lässt!
Auf dieser Anlage mit Ausmaßen von 60m² waren unzählige Details zu finden, aber auch der originalgetreue Nachbau des Bahnhofes Ottbergen, des Betriebswerkes, des Bahnhofes Bad Driburg, die Ausweichanschlussstelle Herste (Rommenhöller), der Reelsener Tunnel, die Nethebrücke, etc. pp. Ich war doch erstaunt, mit wie viel Akribie und Motivation hier bis ins kleinste Detail gearbeitet wurde, sämtliche Betriebsgebäude (wie z. B. Stellwerke, Lokleitung, Lokschuppen, Bekohlungsanlage), Bahnhofsgebäude, Schrankenposten, usw. waren wirklich schön anzusehen, und auch die Landschaft ein wahrer Traum, welche bei näherem Hinsehen noch so manches „Schmankerl“ bereithielt für den Betrachter.
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44er-Hochburg Bw Ottbergen
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Perfektion bis ins Detail
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Mit viel Liebe zum Detail wurde die Landschaft des Weserberglands nachgebaut.
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Viele Objekte wurden nach Plänen ins Modell umgesetzt und sind nicht als Bausatz erhältlich.
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Aber auch der Zugverkehr kam natürlich nicht zu kurz! Angesiedelt in den 70er und 80ern waren die vielfältigsten klassischen Garnituren zu finden: 220er mit langen Reisezügen, Schienenbusse und ETA’s die den Nahverkehr besorgten, 211er und 216er, welche auch bis in die 90er hinein noch tagtäglich Reise- und Güterüge durch das Weserbergland beförderten und last but not least natürlich die geliebte Dampflok in Form der Baureihe 044, zu jenen Hochburgen dieser Baureihe das Bw Ottbergen zählte! Unzählige Loks dieser Baureihe beförderten einstmals lange und schwere Güterzüge über die Steigungen bis nach Ellrich, Paderborn, Herzberg(Harz), Kassel, usw.
Einzig als fataler Fehler erwies sich mein Verzicht auf die Mitnahme eines Stativs, aber ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Besuch dieser imposanten und super gestalteten Modellbahnanlage war, denn das Resümee lautet einfach: in erheblichem Maße lohnenswert!
Raimund Hoppe
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