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Los Angeles Union-Station. Die Bahnhöfe hinterlassen beim Besucher einen gewaltigen Eindruck. Stammen diese noch aus einer Zeit, als das Reisen mit der Bahn noch zum Alltag gehörte. Die hellen Deckenleuchten, welche oben links und rechts von der Kuppel des Tunnels herab strahlen, welche zu den Gleisaufgängen führen, beleuchten heute eine mehr und mehr dem Aussterben geweihte Szenerie. Nur noch wenige Reisende durchqueren täglich das hallenartige Gebäude, um ihren Zug zu erreichen, welcher auf der Fahrt ins Landesinnere oder auch entlang der Küste die alten Stationen der jeweiligen Strecke anfährt. Heute hat das Auto und das Flugzeug diese Rolle übernommen.
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Bahnfahren ist zu einer Ausnahmeerscheinung in den USA geworden. Während der Besiedelung der neuen Welt war die Eisenbahn noch das Transportgefährt schlechthin, mit dem nicht nur Siedler, sondern auch Vieh- und Baumaterial transportiert wurden. Das ist lange her. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, das die Strecken mit Zugnamen und der Richtung: Ost, Nord, Süd und West angegeben werden. Zur besseren Übersicht, erhält man jedoch sehr gute Faltkarten, die den genauen Zuglauf beschreiben.
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Das hier ist keine Kirche sondern ein Seitenflügel des Bahnhofs Los Angeles. Es fällt auf, das im Land des Kaugummis, die Fußböden hier sehr sauber sind und ständig ist eine Reinigungstruppe im Einsatz ist. Kein Amerikaner spuckt seinen Kaugummi auf den Fußboden.
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Eine der bekanntesten Bahnlinien in den USA ist AMTRAK. Die Züge dieser Route verkehren von: Los Angeles über Van Nuys nach Bakersfield.
Hier in Los Angeles besteht die Umsteigemöglichkeit in den PACIFIC Surfliner, der von San Diego über Los Angeles nach San Luis fährt. Ab San Luis geht es dann nur noch mit dem Bus weiter in Richtung Oakland. Der Zugverkehr wird mit schweren Dieselloks und Großraumwagen bewältigt. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Deutschland, gibt es in den USA keine Weiterentwicklung in der Bahntechnik. Es gab mal Bestrebungen einen Diesel-ICE zu entwickeln, doch daraus wurde nichts.
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Auch hatte man aus Deutschland einen ICE-Zug in die USA gebracht, der eine Werbetour durch die USA unternahm. Mit viel Aufwand und einem speziellen Diesel-Aggregatewagen wurde der deutsche ICE mit Strom versorgt. Doch leider konnten sich die Amerikaner nicht für den ICE begeistern und so blieb eigentlich alles beim alten. Sicher, für Bahnnostalgiker ein Eldorado aus den 70 zigern Jahren.
Hier links im Bild ist übrigens meine Tochter, die die Fotos aufgenommen hat.
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Da sehr wenig in den Bahnverkehr investiert wird, gibt es nur auf sehr wenigen Strecken Züge, die mit hoher Geschwindigkeit fahren. Im Durchschnitt liegt das Reisetempo zwischen 100 und 140 Km/h. Das ist natürlich mit ein Grund dafür, das dass Auto und das Flugzeug der Bahn die Kunden abgenommen hat.
Zu beobachten ist, das in den USA oft nur Touristen und Rentner die Züge benutzen. Gibt es hier bei uns in Deutschland ein Heer von Geschäftsreisenden, die täglich den ICE benutzen, so sucht man diese in den USA fast vergeblich.
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Natürlich trifft man in den Zügen den einen oder anderen Handlungsreisenden, der die obligatorischen Duschvorhanghalter oder Bibeln verkaufen will und der auch vor den Fahrgästen im Zug nicht halt macht und versucht, Geschäfte zu machen. Meist haben diese Handlungsreisende keinen Führerschein mehr und sind daher auf den Zug angewiesen.
Es geht in den Zügen eher gemütlich zu und das Personal ist sehr freundlich und Hilfsbereit. Besonders deutschen Touristen gegenüber kam man sehr schnell ins Gespräch.
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Nachdem für unsere Verhältnisse sehr mageren Frühstück, hier einige Fotos vom Bahnhofsgelände um 10:00 Uhr am Morgen. Vergeblich sucht man in L.A. am Bahnhof eine Bäckerei, um sich mit einem kleinen 2. Frühstück für die Erkundungstour zu Stärken. In L.A. wird sehr früh das Tagwerk begonnen und es sind ab 10:00 Uhr nur die üblichen Restaurants für “Hamburger” und “Pommes” geöffnet. Für uns Europäer ein schauderhafter Gedanke.
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Es gibt hier noch eine Vielzahl von Wagen in unterschiedlichen Farben und Bauarten. Auch Wagen mit einer Plattform sind zu finden. Beliebt bei den Reisenden, sind die Aussichtswagen mit erhöhter Glaskanzel, die es bei der Deutschen Bundesbahn bei den TEE-Wagen gab.
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Los Angeles ist Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks und nach New York die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Staaten, mit seinen 3,69 Millionen Einwohnern, eine lebhafte Stadt. Davon ist im Bahnhofsbereich nichts zu merken. Wenn man dazu Frankfurt, Hamburg oder München mit seinem geschäftigen Treiben vergleicht, geht es hier zu, wie auf einem Kleinstadt- Bahnhof.
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Los Angeles verfügt über ein ausgedehntes Autobahnnetz und ist ein Eisenbahnknotenpunkt (transkontinental und regional). Auf dem Flughafen von Los Angeles wurden im Jahr 2000 etwa 66,4 Millionen Passagiere abgefertigt; damit war er der Flughafen mit dem weltweit drittgrößten Passagieraufkommen (nach Atlanta-Hartsfield und Chicago-O’Hare).
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Bei der Pacific Railroads und Amtrak werden hauptsächlich Doppelstockwagen eingesetzt. Diese verfügen wie unsere ICE-Wagen über eine Klimaanlage und Bildschirme in den Rücksitzen.
Nur auf einigen Strecken wird ein Speisewagen mitgeführt, wo es natürlich Hamburger und Pommes gibt.
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Der Bahnhof von Los Angeles. Ein wunderschöner Morgen im Dezember und die Temperatur lag bei 20 Grad.
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Auf Grund der großen Entfernungen in den USA, hat man aus Kostengründen und aus der Historie heraus, keine große Weiterentwicklung für Elektroloks betrieben. Es gibt zwar einige Strecken wie: Washington-Baltimore- Philadelphia-New York-Bosten, und: Philadelphia-Harrisburg die elektrifiziert sind.
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Dann gibt es auch noch Stromschienengleise im Raum New York, die auch von Amtrak Zügen benutzt werden. Hier fahren Loks die für das Duo-System ausgerüstet sind. Zum Teil sind auch die Gleisstrecken 100 Jahre alt und stammen noch aus der Pionierzeit, quasi aus dem wilden Westen und Gründerjahren der Eisenbahn.
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Hier wurden die Strecken mit Dampfloks befahren und an der Streckenführung wurde wenig getan. Sicher, wer viel Zeit hat, für den ist eine Zugreise durch die USA wirklich ein Erlebnis und man kann bequem die Landschaft beobachten, die an einem gemächlich vorüber zieht.
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Die Zugbegleiter sind sehr Hilfsbereit und höflich. Gerade gegenüber Touristen geben sie bereitwillig Auskunft. Zwar ist zu merken, das in den USA eine gewisse Distanz zu den Mitmenschen aufgetreten ist und das auf Bahnhöfen und Flughäfen die Menschen sich bemühen, das sie sich nicht gegenseitig anrempeln, wie es hier bei uns oft zu sehen ist. Mag es vielleicht auch daran liegen, das in den USA die Schusswaffe bei einigen doch sehr locker sitzt.
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Wie bei unseren ICE-Wagen verfügen die Wagen über eine Klimaanlage und Bildschirme in den Sitzen. Zu empfehlen ist auf längeren Fahrten, das man eine Jacke oder Pullover dabei hat, denn bei einigen Fahrten war die Klimaanlage doch sehr kalt eingestellt.
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11:30 Uhr und kein Fahrgast weit und breit auf dem Bahnhof zu sehen. Auch die Züge sind um diese Tageszeit weitgehend leer.
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Es sind wirklich imposante Loks und Wagen, die es hier zu sehen gibt. Doch die Auslastung ist wirklich dürftig und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann weitere Strecken stillgelegt werden.
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Wer sich für Modelleisenbahnen in den USA interessiert, sollte einen Besuch in der Braddock-Street einplanen. Dies ist ein führendes Geschäft für alles, was mit der Modelleisenbahn zu tun hat.
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In großen Vitrinen gibt es hier einen sehr guten Überblick über die Modelleisen- bahnen in den USA.
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Sehr angenehm ist, das alle Modell in Vitrinen ausgestellt sind und man sich in aller Ruhe umsehen kann. Jedoch sind die Preise für einige Modell recht teuer.
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In diesem Geschäft sind einige Anlagen verschiedener Spurweiten aufgebaut und das Herz jedes Eisenbahners schlägt höher. Übrigens... sollten Sie das Geschäft mal besuchen wollen, so ist es wichtig zu wissen, das keine Taschen mit in das Geschäft genommen werden dürfen.
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... so, mit diesem letzten Foto aus dem Modellbahnfachgeschäft in Los Angeles möchte ich diesen Fotobericht schließen, und ich hoffe, das etwas interessantes dabei war.
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